Nikah — die Eheschließung
Beratung, Vorbereitung und die Zeremonie
وَمِنْ آيَاتِهِ أَنْ خَلَقَ لَكُم مِّنْ أَنفُسِكُمْ أَزْوَاجًا لِّتَسْكُنُوا إِلَيْهَا وَجَعَلَ بَيْنَكُم مَّوَدَّةً وَرَحْمَةً
„Und zu Seinen Zeichen gehört, dass Er euch aus euch selbst Partner erschuf, damit ihr bei ihnen Ruhe findet, und dass Er Zuneigung und Barmherzigkeit zwischen euch gelegt hat."
Sure ar-Rūm 30:21
Die Ehe ist im Islam kein Sakrament, sondern ein Bund: geschlossen mit dem ausdrücklichen Einverständnis beider, vor zwei Zeugen, mit einer Brautgabe, die allein der Frau gehört. Bevor wir den Vertrag schließen, sprechen wir mit dem Paar über das, was diesen Bund später trägt — Erwartungen aneinander, Pflichten, Geld, die beiden Familien.
Die Zeremonie selbst ist kurz: eine Ansprache, Angebot und Annahme, die Bestätigung der Zeugen, die Unterschrift. Wer mag, feiert anschließend bei uns.
يَا مَعْشَرَ الشَّبَابِ، مَنِ اسْتَطَاعَ مِنْكُمُ الْبَاءَةَ فَلْيَتَزَوَّجْ
„O ihr jungen Leute! Wer von euch die Mittel dazu aufbringen kann, der heirate."
al-Buchārī 5065 · Muslim 1400
Die islamische Eheschließung ersetzt die standesamtliche Trauung nicht — vor dem deutschen Recht hat sie keine Wirkung, weder beim Erbe noch bei der Rente noch im Aufenthaltsrecht. Wir raten jedem Paar, beides miteinander zu verbinden.